10. – 12. Jahrhundert

Announcement Date: 1. Januar 0900

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  • 992 Kaiser Otto III. hat gegen Einfälle slawischer Völker aus Osten auf dem Burgberg die Rammelburg als kleine „Feste“ errichten lassen, die nur eine Mannschaft beherbergen konnte1
  • 1077 Graf Adalbert von Ballenstädt soll danach Besitzer der Rammelburg gewesen sein und ist später vom „Conradsburger Ego“ ermordet worden2
  • 1145 bis 1184 gehörte die Rammelburg zu den Freiherren von Biesenrode, einer Nebenlinie der Edelherren von Arnstein. Bis zum (Wieder-?)Aufbau der Rammelburg sollen diese auf dem dortigen Ritterhof auf einem Berg über dem Dorf Biesenrode kampiert haben, der heute als „Altenburg“ bekannt ist3 4 5
  • 1190 Nachdem die Linie der Edelherren von Biesenrode ausgestorben war, was etwa um 1190 der Fall war, fiel die Rammelburg an die Edelherren von Arnstein6

Die Rammelburg war am Anfang mit Palisaden befestigt und von Gräben umgeben. Erst später wurde die Burg mit Stein geschaffen. So diente sie vermutlich ursprünglich als Verteidigungsburg und erst später als Wirtschaftsburg und Jagdschloss.7

Wer die Rammelburg ursprünglich baute, bleibt bis heute ungewiss. Die Literaturquellen liefern für das 10. bis 12. Jahrhundert unterschiedlichste Angaben, die hier Erwähnung finden.

Quellennachweis

Zeige die 7 Quellennachweise

  1. W. Sl.: Ein Kleinod des Ostharzes:. Rammelburg. In: Sangerhäuser Zeitung. Generalanzeiger für Harz und Thüringen. 3. Blatt. Nr. 266. 13. November 1937. Verlag von August Schneider, Sangerhausen 1937.
  2. Duncker, Alexander: Rammelburg. Provinz Sachsen; Regierungsbezirk Merseburg. Mansfelder Gebirgskreis. In: Duncker, Alexander (Hrsg.): Die ländlichen Wohnsitze, Schlösser und Residenzen der ritterschaftlichen Grundbesitzer in der preussischen Monarchie: nebst den königlichen Familien-, Haus-Fideicommiss-Schatull-Gütern in naturgetreuen, künstlerisch ausgeführten, farbigen Darstellungen; nebst begleitendem Text. 1. Band. Berlin, 1857-1883.
  3. Hermann Heidenreich: Rammelburg In: Pädagogisches Kreiskabinett Hettstedt (Hg.): Graue Halden und grüne Berge: Beiträge zur Heimatkunde des Kreises Hettstedt. Heft 5. Hettstedt 1965. S. 156-159.
  4. Historischen Commission der Provinz Sachsen (Hg.): Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kuııstdenkmäler der Provinz Sachsen und angrenzender Gebiete. 18. Heft. Otto Hendel-Verlag, Halle a. d. S. 1893. S.194ff.
  5. Volkmar Bürger (Hg.): Chronik von Biesenrode. Biesenrode o.A.. PDF
  6. Historischen Commission der Provinz Sachsen (Hg.): Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kuııstdenkmäler der Provinz Sachsen und angrenzender Gebiete. 18. Heft. Otto Hendel-Verlag, Halle a. d. S. 1893. S.194ff.
  7. Mansfelder Heimatverein e. V. (Hg.): Märchenschloß aus der Ritterzeit. Geschichten um die Rammelburg. Eisleben 1999. S.2